Schnuggebock-Whisky-Dram One

Klirrende Kälte und trotzdem ein heisses Fest: Anfangs Januar 2013 gab’s zum Ende des Waldegg Spektakels nur zufriedene Gesichter. Das Jubiläum “30 Jahre Waldegg mit Anita und Chläus Dörig“ war rauschend gefeiert. Das Nock-Zirkuszelt hatte den Trubel im Innern und die Schneemassen auf dem Dach glänzend überstanden.

Doch dann, als das Zelt abgebrochen war und der Frühling kam, bot die Wiese, auf der das Zelt gestanden hatte, ein übles Bild. Totaler Matsch. Sie musste neu angesät werden. Mit Blick aufs Ziträdli wurde darüber gesprochen, Dinkel anzupflanzen. Doch dann hatte Chläus Dörig eine andere Idee: Gerste! Nicht zum Brot backen, sondern, um daraus Whisky zu brennen! Ein Dinkelbrötchen in Ehren, doch auch ein Schlückchen Lebenswasser wäre doch prächtig! „Denn es ist gesund“, davon ist der Waldeggwirt überzeugt. Und zwar aus eigener Erfahrung: „Ein tägliches Schlückchen Whisky öffnet meine Sinne und gibt mir eine gutes Gefühl.“ So fiel der Entscheid, auf der Waldegg Gerste für einen eigenen Whisky anzubauen.

Im Herbst desselben Jahres konnte die erste Ernte eingefahren werden. Der daraus gewonnene Gerstenbrand lagert inzwischen in vormals gebrauchten Eichenfässern und wartet darauf, „Whisky“ zu werden. Denn auch im Erlebnis Waldegg soll die schottische Regel gelten, dass nur so genannt werden darf, was mindestens drei Jahre im Fass gereift ist. Es dauert also noch eine Weile, bis es so weit ist, dass die ersten Flaschen abgefüllt werden. Im Herbst 2017 wird dann Chläus Dörig von seinem momentanen Lieblingswhisky auf den eigenen  umsteigen und selbstverständlich werden auch alle Waldegg-Gäste ihn verkosten können.

Der Anbau der Gerste auf der Waldegg geschieht nostalgisch mit Hilfe unserer Ochsen. Sie werden beim Pflügen des Feldes und bei der Ernte als Zugtriere eingesetzt. Das Bild der Ochsen vor dem Pflug oder dem Ladewagen passt wunderbar zu Grosis altem Bauernhaus, dem Schnuggebock! Darum soll das zukünftige liebevoll gepflegte Gersten-Lebenswasser vom Erlebnis Waldegg auch Schnuggebock-Whisky heissen.

Waldeggschreiber Roland Kink wurde von Chläus Dörig auch noch zu seinem Whiskyhüter befördert. Er wird in den nächsten Waldegg Kalendern und auf dieser Website gehörig über das weitere Gedeihen vom Schnuggebock-Whisky berichten.

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